Brainspotting

Was ist Brainspotting?

Brainspotting ist eine tiefenpsychologische und körperorientierte Methode zur Verarbeitung von psychischem oder traumatischem Stress. Es ermöglicht eine spontane, unmittelbare Verarbeitung traumatischer Belastungen im Gehirn, ohne dass bewusste Erinnerungen vorhanden sein müssen.
Brainspotting (BSP) ist einer der ersten neuro-psychotherapeutischen Ansätze, bei dem eine vollständige Auflösung von psychischem Stress möglich geworden ist.

Der Begriff »Brainspotting« stammt von dem amerikanischen Psychoanalytiker David Grand. „brain“ bedeutet Gehirn und  „spotting“ (to spot) meint erspähen, erblicken, ausfindig machen.
Im Brainspotting-Prozess wird das Gesichtsfeld der Person genutzt, um das menschliche Gehirn zu scannen. Damit kann erkannt werden, wo das eigentliche Problem „sitzt“ und woraus es sich zusammensetzt.
Der therapeutische Verarbeitungsprozess läuft dann über das implizite Gedächtnis der Klientin ab, die Therapeutin folgt dem Prozess ruhig-beobachtend, intuitiv, mit Neugierde, ohne Vorbehalte, Hypothesen oder Deutungen. Dies wirkt sich auf den Verarbeitungsprozess äußerst förderlich aus. Denn wir wissen nicht, aus welchen Bruchstücken sich ein chronischer Stress zusammensetzt.

Ziel der Methode ist eine vollständige Auflösung blockierter Erregung im Gehirn und im Körper eines Menschen.

Brainspotting lässt sich gut und erfolgreich anwenden bei: 

Akuten, einfachen und  komplexen Traumata, posttraumatischen Belastungsstörungen, Panikattacken, generalisierten Angststörungen, Depressionen, manifesten Zwangsstörungen, Suchterkrankungen, Leistungs- und Auftrittsblockaden, chronisch-psychosomatischen Erkrankungen, Bindungsstörungen, Borderline Störungen, Schlafstörungen, Essstörungen, chronischen Kopfschmerzen, Migräne, Fibromyalgie und verschiedenen Formen dissoziativer Störungen.

Viele psychiatrische Störungsbilder des ICD-10 und DSM-IV erweisen sich heute als Folgestörungen von Kindheits-Traumata und sind mit Brainspotting effektiv behandelbar geworden!

Der Entdecker und Begründer von Brainspotting

David Grand, Ph.D. arbeitet als Psychotherapeut in freier Praxis in New York. Als Psychoanalytiker ausgebildet, lernte er bei Francine Shapiro EMDR und später bei Peter Levine Somatic Experiencing. Grand ist ein Experte in der Psychotraumatologie. Als Entdecker und Entwickler von Brainspotting leitet er Ausbildungsseminare zur Traumabehandlung und Leistungssteigerung in den USA, Europa, dem Mittleren Osten, Südafrika und Südamerika. Er ist Entwickler und Produzent von bilateralen CD‘s zur akustischen sanften Stimulierung während Traumabehandlungen. Kurz nach dem Hurrikan Katrina hat Grand mit akut traumatisierten Opfern vor Ort gearbeitet, worüber eine Doku gedreht wurde. Grand wendet Brainspotting ebenfalls bei Leistungs- und Kreativitätsblockaden in Sport und Kunst an.

Quelle:
Thomas Weber, 2013.

Brain impulses. Thinking prosess
Bild: ©Alexandr Mitiuc/Fotolia

 

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